Christoph Israel

Der in Berlin beheimatete Arrangeur, Komponist, Pianist und Produzent Christoph Israel setzt mit der von ihm initiierten Songsammlung „Ein Wintermärchen – Weihnachtslieder aus Deutschland“ einen stimmungsvollen Kontrapunkt zum alljährlichen Feiertagsstress

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Der in Berlin beheimatete Arrangeur, Komponist, Pianist und Produzent Christoph Israel setzt mit der von ihm initiierten Songsammlung „Ein Wintermärchen – Weihnachtslieder aus Deutschland“ einen stimmungsvollen Kontrapunkt zum alljährlichen Feiertagsstress: Gemeinsam mit dem renommierten Filmorchester Babelsberg hat der musikalische Visionär die schönsten deutschen Weihnachtslieder neu arrangiert und als modernes Wintermärchen zeitgenössisch-elegant inszeniert. Unterstützt wurde er dabei von hochkarätigen Gästen wie Max Raabe, Cassandra Steen, Gregor Meyle, Katharina Thalbach und Weiteren.

 

Noch während seines Klavierstudiums an der Berliner Hochschule der Künste kam der in Lünen, Westfalen geborene Musiker mit Chanson-Sängern und Schauspielern in Berührung und entdeckte seine Liebe für Text in Verbindung mit Musik. Christoph Israels Spezialität ist das Leichte, das dennoch Tiefe hat. Unterschiedliche Begegnungen brachten unterschiedliche Projekte mit jeweils ganz eigenen musikalischen Ideen hervor: So machte er zusammen mit Max Raabe, einem Jugendfreund, deutsche Lieder aus den 20er und 30er Jahren wieder salonfähig. Mit Dominique Horwitz brachte er Chansons von Jacques Brel auf deutsche Bühnen; mit Otto Sander ging er mit einem Balladen-Programm auf ausgedehnte Tournee. Zusammen mit Annette Humpe und Max Raabe produzierte er die Alben „Küssen kann man nicht alleine“ und „Für Frauen ist das kein Problem“; mit Thomas Pigor (Text) schuf er für die Staatsoper Berlin eine Neufassung der Jacques-Offenbach- Operette „Orpheus in der Unterwelt“ und für Katharina Thalbachs Inszenierung von Kleists „Amphitryon“ am Berliner Ensemble komponierte er die Theatermusik. Auf „Ein Wintermärchen“ verleiht Israel nun zahlreichen traditionelle Weihnachtsliedern - darunter Stücke wie„Ihr Kinderlein kommet“, „Schneeflöckchen Weißröckchen“, „O Tannenbaum“ und viele andere – einen aktuellen Glanz.

 

„Die Vorweihnachtszeit artet leider meistens in Hektik und Stress aus. Die Musik soll dazu ein Kontrapunkt sein“, so Christoph Israel über den Hintergrund seiner Songsammlung. „Sie soll helfen, sich wieder auf den Ursprung dieses Festes zu besinnen, das ja etwas Feierliches, Fröhliches hat. Vielleicht haben deshalb schon manche gesagt, es klinge ein bisschen nach Märchen. Oder nach Film. Weil die Musik hier schon auch versucht, mit ihren Mitteln eine eigene Welt zu erschaffen. Wie eine Mischung aus guter kontemporärer Filmmusik und ungewöhnlichen Klangfarben und Stilmitteln, wie man sie von Orchestern normalerweise nicht kennt.“ Christoph Israel verändert und modifiziert altbekanntes Liedgut, versetzt lieb gewonnene Weihnachtsklassiker in außergewöhnliche und überraschende Instrumentalformen, ohne den charakteristischen Charme der Originale zu zerstören. Klassische Kammermusik trifft auf Ambient-Einflüsse. Opulent orchestrierte Parts wechseln sich mitminimalistischen, dekonstruierten Elementen ab, um schließlich gemeinsam zu einer Klangschöpfung zwischen Tradition und Moderne zu verschmelzen.

 

So beginnt Israels Instrumentalinterpretation von „Leise rieselt der Schnee“ mit spartanischen, perforierten, leicht atonalen Downtempo-Klängen, um sich schließlich zu einem eindringlichen Streicher-Stück zu entwickeln. „Morgen Kinder wird´s was geben“ fängt als fröhlich-treibende Orchester-Version an, die im Mittelteil von faszinierend fremdartigen Xylophon- und Violinensoli unterbrochen wird. Und die spielerisch-minimalistischen Eingangsklänge von „Kling, Glöckchen, Klingeling“ steigern sich von einem zerrissenen Dialog aus Spieluhr, Spinett und Glockenspiel im Laufe des Liedes zu einem festlichen Christmas-Classic der ganz besonderen Art. „Genau das wollte ich erreichen“, fährt Israel fort. „Dieses Rätselraten. Viele Stücke fangen so an, dass man zuerst gar nicht weiß, um welches Weihnachtslied es sich handelt. Irgendwann erkennt man dann das Thema und weiß: ach so, das war schon die ganze Zeit ‘O Tannenbaum‘. Es hat riesigen Spaß gemacht, sich ganz neue Hinleitungen zu dem jeweiligen Thema auszudenken. Oder eine Gegenmelodie zuetablieren, die das Stück insgesamt raffinierter macht. Außerdem habe ich noch viele musikalische Zitate in den Liedern versteckt.“

 

Neben elf neu arrangierten Klassik-Instrumentals beinhaltet „Ein Wintermärchen – Weihnachtslieder aus Deutschland“ sieben Stücke, die von handverlesenen Musikern aus Christoph Israels engstem Familien- und Freundeskreis interpretiert werden: So ist der mehrfach Gold- und Platin-ausgezeichnete Sänger und Frontmann des Berliner Palast Orchesters, Max Raabe in einer andächtig-getragenen Fassung von „Stille Nacht“, sowie dem beschwingten „Ihr Kinderlein kommet“ zu hören. Cassandra Steen veredelt mit ihrer souligen RnB-Stimme eine eindringliche Neuaufnahme von „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“, während die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin Katharina Thalbach („Die Blechtrommel“, „Sonnenallee“, „Honig im Kopf“) eine festlich-verrückte Version von „Morgen Kinder wird´s was geben“ zum Besten gibt. Abgerundet wird die Songsammlung von Deutschlands bekanntestem Bassbariton, dem mehrfachen Grammy- und ECHO-Preisträger Thomas Quasthoff („Süßer die Glocken nie klingen“), dem spätestens seit seinem Auftritt bei „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ auf VOX bekannten ECHO-Gewinner Gregor Meyle („Leise rieselt der Schnee“), sowie Albrecht Mayer, der als Mitglied der Berliner Philharmoniker und mehrfacher ECHO-Gewinner als international gefragtester Vertreter seines Instruments gehandelt wird („Stille Nacht“). Für die gesamte musikalische Untermalung der Stücke zeichnet das renommierte Filmorchester Babelsberg verantwortlich.

 

„Viele dieser Lieder hängen einem ja schon zu den Ohren raus, wenn man nur an sie denkt, so oft hat man sie in Einkaufspassagen vor sich hindudeln hören“, so Christoph Israel abschließend. „Ich will, dass die Leute sie mit anderen Ohren wahrnehmen. In einem neuen Gewand, ohne sie vollkommen zu verfremden oder den Sinn zu entstellen. Weihnachten ist ein leuchtendes Fest - dieses Leichte, Lichte sollte auch in der Musik durchscheinen. Und ich wollte auch etwas von dem Märchenhaften transportieren, das Weihnachten umgibt. Wenn die Drei Könige einziehen und allerlei Gaben aus dem Morgenland mitbringen, hat das für mich etwas von einem wunderschönen Traum.“ Bleibt nur noch zu wünschen: Frohe Weihnachten und den Menschen ein Wohlgefallen!