Sparkling

Eine hochkonzentrierte Mischung aus hypnotischem Schlagzeug und vielschichtigem Pop-Songwriting. Sparkling, das ist elektrifizierter Post-Punk mit Gitarre, irgendwo zwischen atemlos und elegant, irgendwo zwischen London und Köln. Mindestens.

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Sparkling

„I Want To See Everything“... wie entwaffnend unironisch schon gleich dieser erste Slogan ist. Sparkling suchen nicht nach coolen Posen, sie wollen mit ihrer energetischen Musik einfach raus in die Welt. Das multilinguale Album macht es den drei Kölnern dabei leicht, denn es spricht eine Universal-Sprache in Pop, die dabei weit über das angebotene Deutsch, Englisch, Französisch der Lyrics hinausgeht.

Vielleicht ist das ja diesem Aufenthalt in London vor ein paar Jahren geschuldet, als sie sich dort für eine Zeit mit irgendwelchen Hilfsjobs durchschlugen und in jener europäischen Pop-Hauptstadt täglich Konzerte besuchten - oder selbst gaben. Was sollten sie auch zu dritt in dem 12- Quadratmeter-Zimmer abhängen, das sie sich dort (kaum) leisten konnten?

Auftritte auch in Paris und überall in Frankreich befeuern die Band, das bilinguale Flimmern zwischen deutsch und englisch weiter zu öffnen. Sparkling sind kein Produkt einer regionalen Szene. Das hier ist die bestechende Blaupause einer tatsächlich europäischen Band. Für den Moment einer Platte, eines Konzerts mal erleben dürfen, was ein offenes Europa einfach für eine fantastische Idee ist.

Feststeht in jedem Fall, dass ihr Sound die globale Verheißung von Pop so gut einlöst, wie es schon lange kein Act mehr getan hat - und schon gar keiner aus Deutschland.
Wer beim Musikhören auf Schweiß und Euphorie aus ist, findet hier endlich wieder einen Ort, an dem beides in Strömen fließt.

Dieses Album fühlt sich so verdammt richtig an.

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